29.11.09, Eidg. Volksinitiative "Gegen den Bau von Minaretten"

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4 Kommentare
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Ich hab das Dokument angefangen zu lesen. Und da werden leider wiedermal Unwahrheiten herumerzählt!
Z.b. steht auf Seite 4:
"Die VIOZ verurteilt jegliche Art von Gewalt und des Terrors ohne Einschränkungen und Vorbehalte..."
Es war aber auch einer der führenden Personen des VIOZ (Hr. Dr. Amin), der meinem Vater erklärte, dass der Islam und auch insbesondere der Koran keine anderen Religion neben sich akzeptieren kann! Der Islam, so hat mir auch Hr. Dr. Farhad Afshar mal erklärt, ist eine intolerante Religion. Da könnt ihr noch lange irgenwelche Erklärungen schreiben, das nützt nichts.
Der Koran selbst, der bei euch als das unverfälschte Wort Allahs gilt, schreibt dem Gläubigen Moslem vor, die Ungläubigen zu bekämpfen.
Distanziert euch endlich von diesem Buch - und ich denke wir hätten wieder Frieden auf dieser Welt.
Robert Bartuma 2. November 2009 Verstoss melden
@Thomi Bartuma
Das ist beim Christentum nicht anders: da gibt es das Übersetzungsproblem, das interpretationsproblem und auch heute gibt es immer wieder neue Erkenntnisse bezogen auf die Entwicklung des Urchristentums. Professionell oder unprofessionell - Religionstheorien wurde seit jeher von Menschen für Menschen aufgestellt.
Blindes Vertrauen zu haben ist in keiner Religion ratsam. Solange die Ausübung eines Glaubens darauf ausgelegt ist, dem Individuum eine Lebenshilfe zu sein und das friedliche Zusammenleben zu fördern, solange hat sie ihre Berechtigung. Was darüber hinausgeht, ist auf keiner Weise und bei keiner Religion tolerierbar.
Esther Berner-Berner 3. November 2009 Verstoss melden
Nur wer seine eigene Position selbstkritisch hinterfragen kann und wo nötig allenfalls sogar "korrigiert", der hat in der heutigen Zeit Legitimität verdient. Das gilt für Religionsvertreter genauso wie für jeden einzelnen von uns. Also: Selbstkritik ist eine gute Sache!
Oliver Peter 3. November 2009 Verstoss melden
@ Oliver Peter
Ich finde die Sache mit der Selbstkritik ganz gut. Und ich finde das machen ja die Europäer ganz gut. Nur finde ich diese Selbstkritik niergends in den Islamischen Länder. Der Koran und Mohammed dürfen auf keiner Art und Weise kritisiert werden! Das sollte uns schon zu denken geben...

Gruss
Robert Bartuma 3. November 2009 Verstoss melden
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Diese Freiheit ist in muslimischen Staaten leider nicht selbstverständlich.
Es ist ideal, wenn sich in der CH keine muslimische Parallelgesellschaft bildet.
Der Koran, sehr ernst genommen, erlaubt es einem Moslem nicht, einen Schweizer zum Freund zu haben. (Eine Gefahr für eine Parallelgesellschaft).
Ein solcher Islam wäre nicht mit Demokratie vereinbar. (Siehe Scharia in England).
Schauen wir also, dass sich die gläubigen Muslime gut integrieren - und den Koran nicht wörtlich nehmen:

****
"Siehe, schlimmer als das Vieh, sind bei Allah die Ungläubigen, die nicht glauben." Sure 8, V55.

"Oh Gläubige, nehmt weder Juden noch Christen zu Freunden". Sure 5, V52
****

Würde diesen Suren streng nachgelebt, sähe es schlecht für uns aus. Hier liegt das Problem des Gläubigen: welche Suren werden gelebt.
Das kann für ein Individuum recht schnell kippen. Hier liegt das Gefahrenpotential des Koran.

Etliche Muslime kamen in die Schweiz, weil sie hier vor dem Koran geschützt sind.
Es ist ein interessantes Phänomen, dass z.B. in England die Scharia als Parallel-Recht zum englischen Recht eingeführt wird.
Oft war es leider in der naheliegenden Vergangenheit so, dass Extremisten des Islam die Gläubigen auf ihre Seite zogen.
Dies nicht immer im Sinne der "nicht radikal" Gläubigen.

Eine Innenpolitik müsste dahin wirken, Extremisten von Anfang an in ihre Schranken zu weisen.
Eine Aussenpolitik dahin, dass endlich Ausland-Schweizer mit einer Bibel im Rucksack nicht gleich verhaftet werden.
Der Islam ist noch meilenweit davon entfernt, andere Kulturen und Religionen zu akzeptieren. Dies eben, teilweise, wegen dem Koran, wie Sure 5, V52 aufzeigt.

Da das Rechtssystem der islamistischen Länder auf dem Koran und der Hadith beruht, kann ein Verständnis dieser Gesellschaften nur erfolgen, wer eben diese Schriften auch kennt.

Wer bei Minaretten ein mulmiges Gefühl im Bauche spürt, muss deshalb nicht gerade ein Rechtsextremer sein.


7 Kommentare
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Genau so ist es. Ich wählre beispielsweise traditionell links-liberal und habe mit der Rechten nichts am Hut - trotzdem gehören keine weiteren Minarette mehr in unser Land.
Angst verbreiten im Moment eher die Gegner der Initiative so richtig typisch schweizerisch: Was würde man denn im Ausland von uns halten? Wenn unsere Botschaft und unsere Argumente klar sind, dann wird man uns auch im Ausland verstehen!
Esther Berner-Berner 29. Oktober 2009 Verstoss melden
Der Islam schreitet langsam aber sicher mehr in unsere Gesellschaft vor. Die Islamisierung des Westens ist im vollen Gange. Es sind kleine Schritte, doch für uns westeuropäer sind diese gravierend: Wir schränken unsere eigene Religion ein: Krueze werden in Schulzimmern entfernt, da sich Muslime "gestört" fühlen. Fühlen sich aber Schweizer von Minaretten "gestört" gibt es gleich ein riesen Theater. Wird das Minarettbauen erlaubt, kann die Islamisierung der Schweiz nicht mehr gestoppt werden. Der nächste Schritt ist ein Ausrufer, so wie es in Deutschland erst kürzlich der Fall war. Irgendwann heisst es, Kirchen und deren Glocken würden stören...
Möchten Sie wirklich am Morgen von einem Ausrufer geweckt werden, oder lieber die Kirchenglocken hören...?
Sandra Schneider - Regionalpräsidentin JSVP Biel, JSVP 2. November 2009 Verstoss melden
Wieso sollten diese zwei Kulturen in Konkurrenz zueinander stehen? Ausserdem werden die Kruzifixe aus den Schulzimmern genommen, weil wir ein sekulärer Staat sind, dass heisst, dass der Staat von der Religion getrennt ist. Das gilt auch für die Bildung!
Julian Meier 2. November 2009 Verstoss melden
Wer sind eigentlich die Muslime, die in der Schweiz Baugesuche für Minarette einreichen? Von ihnen spricht niemand, sie outen sichauch nicht in der aktuellen Diskussion. Hätten sie genug Fingerspitzengefühl, um die Stimmung in unserem Land zu spüren und richtig zu interpretieren, zeigten echten Integrationswillen, dann würden sie auf solche Forderungen verzichten. Bei uns ist ja in der Politik auch sonst vieles wünschbar, aber nicht realisierbar, weil die Zeit für so manches noch nicht reif ist.
Esther Berner-Berner 3. November 2009 Verstoss melden
@ Horath
Soviel weiss ich auch als Laie: Es gibt nicht "den" Islam, genauso wenige wie es "das" Christentum gibt. Gerade einige evangelikalen Gruppen von Christen geben mir (auch in der Schweiz) eigentlich mehr zu denken als unsere mehrheitlich moderaten muslimischen MITBÜRGERINNEN: Ich sage nur: Schwulenhass. Wo ist da die vielbeschworene christliche Toleranz?
Oliver Peter 3. November 2009 Verstoss melden
Für mich ist der islam einfach nur Glaubensfanatismus. Wer in die Schweiz einreissen will, sollte solche (von unserem rechtssystem nicht vertretbaren Ansichten) in seinem herkunftsland zurücklassen. wer hier leben will, sollte derselben Ansicht sein wie unser Staatsdenken es ist. Andernfalls werden sich früher oder später problematische Konflikte nicht vermeiden lassen.
Glauben ist schön, aber ein glaube der so intolerannt daherkommt und andere in die Schranken weisst muss einfach aufgehalten werden. Die Schweiz hat Grundsätze und diese sollten wir als Bürger auch vertreten.
Stebler Thomas 5. November 2009 Verstoss melden
von wo weisst du thomi horath ob gott schwule ein gräuel findet? spricht er oft mit dir?
und schon wieder hats du eine parallele mit den extremistischen muslimen, den islamisten: ihr seid schwulenhasser!
Lukas Rubin 6. November 2009 Verstoss melden
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21 Kommentare
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@ Sebastian: Ich möchte in unserem Land keine "Sieges-oder Machtsymbole" des Islams haben...
Sie etwa schon?! Ich sehe nicht ein, weshalb wir dies tolerieren sollten.
Sandra Schneider - Regionalpräsidentin JSVP Biel, JSVP 4. November 2009 Verstoss melden
Wenn das Minarett ein solches Symbol wäre, würde ich das genau so verurteilen wie Sie. Auch Diskussionen um Scharia-Recht oder die Gleichberechtigung von Mann und Frau darf nicht geführt werden.

Aber Minarette zu verbieten, ändert nichts an IRGENDETWAS. Eher das Gegenteil wird der Fall sein.

Mein Tipp an Sie: gehen Sie in eine Moschee und fragen Sie JEDEN anwesenden Muslim, was ein Minarett ist. Sie werden feststellen, dass die meisten nicht einmal wissen, warum es an gewissen Moscheen welche gibt...
Gelöschter User 4. November 2009 Verstoss melden
Okay,
nun meine Gegenfrage: Warum verbieten einige islamische Länder Minarette?
Aus Angst vor fundamentalistischen Kreisen!

Was für mich wiederum bedeutet, dass es Minarette in der Schweiz nicht braucht.
Danke, ich habe bereits eine Diskusion mit einem Türken geführt, dieser bestätigte mir ebenfalls die Bedeutung eines Minaretts als "Macht- und Siegessymbol"...

Eine Ablehnung für den Minarettbau ist nicht fremdenfeindlich. Die Glaubensfreiheit ist nach wie vor gewährleistet, doch sind Minarette nicht notwendig.
Sandra Schneider - Regionalpräsidentin JSVP Biel, JSVP 4. November 2009 Verstoss melden
@thomi: hier laberst du von toleranz und irgendwo anders sagst du dass gobb nicht tolerant sei. wenn du selbst nicht tolerant bist, was ich gut finde, solltes du das nicht vom islam fordern, sei mal dahingestellt obn der islam tolerant ist oder nicht. aber eins kann ich sagen: di vergangenheit hat gezeigt dass der islam toleranter war gegenüber christen als die christen gegenüber muslimen...( so kreuzzüge und so...)
zu toleranz: ich finde es das weitaus dümmste, das man fordern kann! ich bin überahaupt icht tolerant geegnübe rkinderpornographie und vergewaltigungen, ihr schon? man sollte nicht toleranz fordern! sondern: ich fordere mehr gleichheit. geleicheit in allen bereichen: z.b. in der religionsausübung...
Lukas Rubin 6. November 2009 Verstoss melden
Lukas Rubin, hier vermischen Sie verschiedene Toleranzarten. Das kann man doch nicht vergleichen...! Diese Aufzählungen tolerieren wir auch nicht.

Aber um beim Thema zu bleiben: Gleichheit in allen Bereichen kann man nur fordern, wenn TOLERANZ herrscht. Und diese wird nicht gewährleistet...!
Sandra Schneider - Regionalpräsidentin JSVP Biel, JSVP 6. November 2009 Verstoss melden
Nein warum braucht es dafür toleranz? toleranz schafft nur probleme. wer toleranz fordert, fordert auch toleranz gegenüber unrechten sachen/ethisch nicht vertretbaren sachen.
welche toleranzarten sind dann in der literatur zu finden, wie unterscheidet man dort??? ich bitte um aufklärung: was sind roleranzarten, wie werden sie gegliedert und definiert?
Lukas Rubin 6. November 2009 Verstoss melden
Toleranz ist die Fähigkeit, Verhaltensweisen von anderen Menschen zu verstehen, zu gewichten und zu beurteilen. Und bis hierhin ist das keinem Kommentator gelungen. Also bitte beenden Sie diese endlose Diskussion und versuchen Sie stattdessen zu verstehen, wo das eigentliche Problem der aktuellen Diskussion liegt.

Eine mögliche Frage könnte lauten: Wie weit ist ein Vorurteil noch vertretbar? Oder was bedeutet "religiöses Symbol" in der heutigen Zeit? Oder "warum benutzen fanatische Kreise Türme als Machtsymbol?" Oder auch: "Warum haben Christen Menschen versklavt? Und warum haben sie Frauen als Hexen betrachtet? Und warum sterben jährlich Millionen Menschen durch Kugeln aus christlichen Waffen?"

Ich möchte damit nur ein paar mögliche Betrachtungsweisen aufzeigen. Ich bin "christlich" erzogen worden.
Gelöschter User 6. November 2009 Verstoss melden
Sebastian Dändliker: sehr guter beitrag. gute fragen! wenn ich zu jeder meine meinung kundtue wird mir thomi wieder sagen ich schreibe zu viel. deshalb lasse ich es... Würde gerne ein kommentar von dir zu die grosse ent-islmisierung hören!
Lukas Rubin 6. November 2009 Verstoss melden
Die meisten Christen in Europa oder in den USA definieren sich heute nicht mehr über ihre Religion. Sie kreuzen in Umfragen vielleicht noch ihre Konfession an, gehen aber nie in die Kirche oder vergleichbare Orte. Die meisten von ihnen verzichten auch darauf, ihren Kindern die Religion weiterzugeben, da sie der Meinung sind, ein jeder kann selbst bestimmen, was er glaubt.
Bei den Muslimen in Europa, speziell in Deutschland und in der Schweiz, ist es ganz ähnlich. Sie "leben" ihre Religion nicht mehr und geben sie auch nicht mehr gleich an ihre Kinder weiter. Sie fühlen sich auch meist nicht angesprochen von den Plakaten oder Artikeln, denn sie sehen sich selbst nicht als "Muslim".
Doch beide Religionen (Christentum und Islam) haben die Tradition, Sakralbauten zu errichten. Glaubenshäuser inkl. Erkennungsmerkmale geben uns das Gefühl, dass Menschen mit ähnlichen Weltanschauungen in der Nähe sind. Zudem sind diese Gebäude oft Sitz von wohltätigen bzw. sozialen Organisationen und Netzwerken. In Deutschland ist ein Grossteil der muslimischen Netzwerke nur aus der Not heraus entstanden, soziale Netze aufzubauen.
Fazit: Minarette zu verbieten wird nur erreichen, dass wir einer Gruppe Menschen verbieten, EINES ihrer Symbole zu benützen. Die aufgeschlossenen unter diesen Menschen wird das nicht stören, denn aufgeschlossene Christen stört es auch nicht, dass man keine neuen Kirchen mit Türmen mehr baut.
Aber ein paar wenige werden wütend und enttäuscht sein. Und solche Menschen können seltsame Dinge tun. Ähnlich wie Scientology oder ähnliche neue Kirchen entstehen Spittergruppierungen, welche nicht mehr unter der Überwachung der gemässigten/aufgeschlossenen Gemeinden stehen und somit rasante und unvorhersehbare Entwicklungen durchlaufen können.
Und das meine ich mit dem Satz „Ich werde keiner Glaubensgemeinschaft die Errichtung eines Bauwerks verbieten, nur weil wenige Angst vor dem Fremden haben.“ Lassen wir doch die Türme aus dem Boden schiessen. In 10 Jahren werden dieselben, welche heute von der Gefahr reden diese Türme gar nicht mehr bemerken. Denn sie gehören dann einfach zu Landschaftsbild und sind nichts weiter als kleine Anbauten – wie der Hahn auf der Kirche oder das Kreuz über dem Sofa.
Fanatische Menschen tun schlechtes mit Religionen, weil mit nichts anderem auf der Welt so leicht ist, Menschen zu beeinflussen. Der Glauben ist neben der Hoffnung und der Angst die stärkste Antriebskraft des Menschen. Und nur Religion vermag, diese drei Dinge konsistent zusammenzuführen, denn sie braucht keine konstruierten Zusammenhänge wie z.B. politische Ideologien (Kommunismus, Kapitalismus). Religion ist intuitiv und lässt sich auf jede Lebensrealität aufsetzen.
Zweites Fazit: Der Islam ist wie das Christentum und zuvor die Polytheistischen Religionen dem Lauf der Zeit ausgeliefert und wir dürfen nicht versuchen, uns davor zu schützen. Denn das behindert den natürlichen Prozess und stiftet Wut und Unsicherheit. Wer interessiert aber bestimmt auf neue Weltanschauungen zugeht, nimmt ihnen die Wirkung. Wer andere beschuldigt, wird selbst beschuldigt werden.
Und zuletzt: Dinge wie Gleichberechtigung und „Toleranz“ sind Sache eines jeden einzelnen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen aus fremden Kulturkreisen das Verständnis für solche „Werte“ sehr schnell übernehmen, wenn man sie ihnen vorlebt. Wie ein Kind von seinen Eltern lernt, lehren Neuankömmlinge von denjenigen, welche vor ihnen da waren.
Gelöschter User 6. November 2009 Verstoss melden
Thomi Haroth, Sie treffen mal wieder den Nagel auf den Kopf.

Das Problem ist halt, die, welche auf dem Land oder ausserhalb der Stadt wohnen, haben nicht die selbe Ansicht wie einer, der in der Stadt lebt (wie ich!). Und ich muss sagen, dass wenn ich vom Bahnhof bis zu mir nach Hause kaum noch Schweizer sehe, sondern nur noch Ausländer, ja dann frage ich mich schon einwenig. Was aber sehr bedenklich ist, wenn in einer Schulklasse von 22 Schülern nur noch 3 Schweizer sind. Das ist die Situation in der Stadt. Mir ist bewusst, dass es ausserhalb nicht so ist. Und jetzt sollen noch Minarette her? Später noch Muezzin's? Toll, da kann ich ja gleich in ein islamisches Land einreisen.... :S

Bitte, das kann doch nicht die Zukunft der Schweiz sein?!
Sandra Schneider - Regionalpräsidentin JSVP Biel, JSVP 6. November 2009 Verstoss melden
Nun bin ich entsetzt.

Ich bitte Sie, folgende Fragen der Reihenfolge nach zu beantworten:

1.) Wie haben sich die Mehrheitsverhältnisse in allen Schweizer Parlamenten (Bund, Kantone, Gemeinden) seit dem ersten Weltkrieg verändert?
2.) Wie hat sich die politische Ausrichtung der in den Parlamenten vertretenen Parteien verändert?
3.) Welche Ereignisse waren massgebend dafür, das die Schweiz immer wieder hohe Zuwanderungswellen erlebt und der Ausländeranteil stetig steigt?
4.) Welche Gesetze bzw. welche Veränderungen in den letzen 50 Jahren könnten einen Einfluss auf den Ausländeranteil der Schweiz haben?

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei. Mit dem nötigen Wissen betreffend Recherchen, Quellenforschung, Fallstudien, Datenbanken und Bibliotheken sollten Sie in der Lage sein, diese vier Fragen sachlich zu beantworten.

Danach melden Sie sich wieder hier. Bin gespannt, was Sie dann sagen werden.

PS: Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass rassistische Äusserungen auf diesem Portal auch zur Anzeige gebracht werden können. Und ich spiele gerade mit dem Gedanken...
Gelöschter User 6. November 2009 Verstoss melden
Ich kann diese Fragen beim besten Willen (noch) nicht beantworten. Ich bin noch mitten in meiner Ausbildung...
aber ich werde mich damit befassen - versprochen.

Hmm, tut mir leid. Ich bin noch jung und kann wohl noch nicht abschätzen, wie weit die Meinungsfreiheit erlaubt ist...
Sandra Schneider - Regionalpräsidentin JSVP Biel, JSVP 6. November 2009 Verstoss melden
...trotzdem entschuldige ich mich in aller Form für meinen Kommentar, der scheinbar anders ankam, als beabsichtigt. Kommt nicht mehr vor. Ich hoffe, Sie sehen über meinen Faux-pas hinweg und wir können weiter sachlich diskutieren.
Sandra Schneider - Regionalpräsidentin JSVP Biel, JSVP 6. November 2009 Verstoss melden
@ Sebastian: Ich kann nachvollziehen, warum du Sandra diese Fragen stellst. Trotzdem finde ich aber, dass es auch ein wenig fies ist. Ich schätze mal, das nur circa 10% der Bevölkerung diese Aufgabe lösen können.

@ Sandra: hier die (kurzen) Antworten auf die Fragen, soweit ich sie beantworten kann.
Zu 1&2: Die Entwicklung der Schweizer Parlamente lässt sich grob so beschrieben: Am Anfang waren alle bürgerlich (heute FDP), danach kamen die Katholiken dazu (heute CVP). Zwischen dem ersten und dem zweiten Weltkrieg kam es zum "Frontenfrühling" und viele faschistische Gruppen drängten in die Parlamente, die sind aber nicht lange drin geblieben. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden dann nach und nach auch die Sozialdemokraten stärker und später in die Regierungen eingegliedert. Auch der Vorläufer der SVP, die BGB, verzeichnet Erfolge. Die Bürgerlichen verlieren immer mehr Anteile. In jüngster Zeit haben auch die Grünen immer mehr Erfolg.
3: Die Zuwanderung in der Schweiz lässt sich zum einen durch Wanderarbeiter/ Wirtschaftsmigration und zum anderen durch Flüchtlinge erklären. Fakt ist: Die Schweiz ist ein Land, das schon immer Migration hatte, da es klein und dadurch davon abhängig ist.
4: Jegliche Gesetze die sowohl Aufenthalts- als auch Arbeitsbewilligungen regeln. Auch die Einbürgerungspolitik spielt ein Rolle.
Julian Meier 6. November 2009 Verstoss melden
Ich glaube der wichtigste Faktor zu 4 ist, das Einbürgerungsgesetz der Schweiz. In allen anderen europäischen Ländern werden Ausländer schneller Staatsbürger und erscheinen deshalb auch nicht mehr als Ausländer in den Statistiken. Tatsächlich hat die Schweiz einen ziemlich niedrigen Ausländeranteil (so rein biologisch gesehen) im Vergleich zu unseren Nachbarländern...
Lukas Rubin 7. November 2009 Verstoss melden
@ Sebastian Dändliker: Vielen Dank für deinen Beitrag! Echt gut!
Lukas Rubin 7. November 2009 Verstoss melden
Das Schweizer Bürgerrecht hat natürlich zwei Seiten. Auf der einen Seite ist es tatsächlich bloss ein Stück Papier. Auf der anderen Seite - hier haben Sie natürlich Recht - erfordert es die Anerkennung der Schweizerischen Gesetze und Gepflogenheiten. Doch wie soll man jemanden bezüglich dieser Aspekte "prüfen"? Und wie viele der als Schweizer geborenen Menschen identifizieren sich selbst mit diesen - indiciduell oft sehr unterschiedlich ausgelegten - Gepflogenheiten?

Das Positionspapier der Grünen wurde nicht wegen seiner Ideen per se kritisiert, sondern deshalb, weil Bastie Girod und seine Mitarbeiter/innen gewissen Ideen und Forderungen von anderen Gruppierungen unreflektiert eingebaut haben und sich somit politisch ungeschickt positioniert haben. Für die Linken war das ein Hinweis darauf, dass die Grünen sich auf kurz oder lang als unberechenbare Bündnispartner erweisen werden und das haben die Medien gewittert... die Gespräche, welche zurzeit überall geführt werden, sprechen eine eindeutige Sprache.

Und Ihre Aussage zum Rassismusartikel ist sehr schwierig. Ich glaube zu verstehen, was Sie damit meinen. Mit "nationalsozialistisch" meinen Sie "totalitär und unberechenbar". Ich würde aber sagen, er ist "universell". Dazu muss er allgemein und absolut sein.
Und natürlich gibt er einem "System" die Macht, Kritiker zu denunzieren. Aber ich möchte darauf hinweisen, dass gerade die Nationalsozialisten versuchen, diesen Artikel abzuschaffen, was für mich eigentlich der beste Beweis dafür ist, dass er das Problem ziemlich nahe an der Wurzel packt. Erstens kann man seine Meinung auch äussern, ohne andere zu diskriminieren und zweitens wird das erste "System" diesen Artikel wieder abschaffen, da es selbst andere diskriminieren und verfolgen muss um sich zu legitimieren.

Freie Meinungsäusserung hin oder her, die absolute Gleichheit aller Menschen darf nicht diskutiert werden!
Gelöschter User 7. November 2009 Verstoss melden
Es war folgender Satz, welcher mich dazu gebracht hat, gewissen Argumentationsweisen präventiv einen Riegel vorzuschieben: "Wurden Sie schon mal von einem Muslim fast überfahren? Nicht? Tja, dann leben Sie vielleicht nur in der Schweiz an einem geschützten Ort. Aber genau den werden Sie schon bald verlieren, unter anderem, weil Sie bei dieser Initiative "Nein" stimmen."

Ich habe mich gefragt, wie man einem Autofahrer erkennen kann, welcher Religion angehört und mit welcher Rechtfertigung diese Fragen gestellt werden darf.

So kann ich fragen: "Wurden Sie jemals von einem Hindu bestohlen? Oder wurden Sie jemals von einem Katholiken vergewaltigt? Oder wurden Sie jemals Gewaltopfer eines nichtreligiösen Menschen?" Solche Zusammenhänge zu ziehen ist - per definitionem - rassistisch.
Gelöschter User 7. November 2009 Verstoss melden
Nun haben Sie mich zum Schmunzeln gebracht. Wäre die Frage so gestellt gewesen, hätte sich die Diskussion auch ganz anders entwickelt.

Diese Tatsache ist natürlich nicht rassistisch, denn mit dem Satz "Der Mann im Auto war ein Türke" implizieren Sie kein Vorurteil und bezeichnen nichts anderes als die Nationalität/Herkunft dieses Mannes.

Auch ich habe natürlich die eine oder andere Erfahrung gemacht mit unterschiedlichen Nationalitäten und gerade Strassenverkehr oder das Nachtleben sind gute Orte, um "Kultur-spezifische Verhaltensweisen" zu beobachten. Doch für den Verlauf der Diskussion wäre besoneders bedeutend gewesen, dass die Frage aufgekommen wäre, inwieweit die Religion dieses Mannes (wenn er denn Muslim war (?)) für sein Verhalten eine Rolle gespielt hat.

Diese Frage ist eine der bedeutendsten für das Verständnis von Religion und ihrer Auswirkung auf den Menschen bzw. dessen Verhaltensweisen.

Mich würde sehr interessieren, ob Sie einen Zusammenhang sehen und wie Sie sich einen solchen erklären könnten. Mein Erklärungsansatz würde in Richtung "Bildungsstufe, geografische Herkunft, gesellschaftliches Milieu während der Kindheit/Jugend und "Vielfalt der Perspektiven" gehen, bin mir aber nicht sicher, ob man sich hier nicht zu rasch in Bereiche der Verhaltenspsychologie begibt, welche fundierte Kenntnisse der Literatur und Forschung voraussetzen würden.
Gelöschter User 7. November 2009 Verstoss melden
So: ich kann es doch nich lassen. ich muss zu einigen sachen etwas sagen:

"Zu Frage 4 könnte man noch sagen: Was hat die Personenfreizügigkeit dazu beigetragen? Was das Asylwesen? Im übrigen gibt es sogar bei den Grünen helle Köpfe, die sich zur Migration langsam Gedanken machen, wobei diese Köpfe sofort zurechtgepfiffen werden von unserer "Elite" und damit die freie Meinungsäusserung gefährden, soweit ich weiss ein anerkanntes Menschenrecht."
also erstens muss man mal sagen, dass man wenn man von grünen spricht längst nicht mehr von einer links orientierten gruppe redet. das spektrum der anhänger die interessen der umwet vertreten reicht von ganz rechts bis ganz links!!!!
Zu Personenfreizügigkeit und asylwesen: die personenfreizügigkeit hatte für die schweiz bis jetzt einen sehr positiven einfluss, ausserdem sind die imigranten dieser länder höchst selten muslime->also gute thomi:). das schweizer asylwesen kennt das strengste verfahren europaweit. wer in der ch aufgenommen werden will, der muss die strengste" prüfung"(bezüglich siner herkunft, verfolgung und bal bal) "bestehen" die in europa duurchgeführt wird. deshalb hat die ch zwar eine humanitäre tratition, doch wir lassen nicht jeden rein. dank schengen/dublin (ja ein vertrag mit den bösen eu-staaten) können wir nun sogar mehr imogranten wieder abschieben, nämlich alle, di bereits in einem schengen/dublin land eine asylkontrolle nicht bestanden haben und es noch in der ch versuchen wollen.

"Freie Meinungsäusserung hin oder her, die absolute Gleichheit aller Menschen darf nicht diskutiert werden! " sehr schönes zitat, doch leider ist es immer wie öfter der fall, dass zugunsten der meinungsäusserung die gleichheit aller menschen aufs spiel gesetzt wir und menschenverachtende, missbrauchende, und ausgrenzende plakate/sprüche/wprtlaute.. publiziert werden dürfen. due würde des menschen (aller menschen!) ist höher zu werten als die freie meinungsäusserung!

"Der Mann im Auto war natürlich ein Türke"
"Der Mann im Auto war ein Türke"
-> seht ihr? auch sie sebastian haben den wesentlichen punkt übersehen. da steht bei thomi: "natürlich". deshalb ist das eine rassistische äusserung. wer einen mann in einem auto der eine strftata begeht (anfahren eines menschen) natürlicherwiese mit "türke" verbindet äussert sich klar rassistisch. denn dieser zusammenhang ist nich "von natur" gegenen. keineswegs!

"...Für mich besteht ein Zusammenhang zwischen "türkisch-islamischem" Fahrer und "Frauen ohne Kopftuch überfahren"..."
na ja dieser Zufall ist sehr an den haaren herbeigezogen. ich möchte nich in einzelne beispiel verfalleb, denn diese sagen empirisch nichts aus, doch ich kann ein kleines gegenbeispiel geben. das beispiel fängt mit
drei * an und endet auch so(für die die das nicht lesen möchten)
***
In meinen nachbardorf lebt ein mitlerweile 25 jahre alter christ, der auch regelmässig in die kirche geht. er hat ein grosses hobby und dieses sind autos. er hat automechaniker gelernt und fuhr bereits mit 18 sein eigenes auto . als er mit knapp 20 seine karosse (200ps) ausfuhr und nebenan seine frundn sass übertireb er es wieder einmal. er fuhr mit gut 150km/h( ka po bern) über die landstrasse. er konnte den wagen nicht mehr unte rkontrolle haben. seien freundin und ein entgegenkommende fahrerin verstarben. 3 jahre knast, freilassung nach 1 j. (übrigens mutter war im kirchgemeinderat) heute fährt er wieder auto. genau so schnell. zeigt keine reue und behauptet er sei unschuldig.
daruas lernen wir: es gibt ebenso christe die christliche frauen absichtlich (denn wer zu so viel zu schnell fährt riskiert den tod) umbringen (wollen). Das nur so eine kleine anektote... es sind also nicht nur türkische (muslime?)...
***

"Integration findet keine statt"
-haltlose behauptung. ich will empirische fakten sehen!

"würde ich meinen, es ist sicher häufiger im Islam als z.B. im Christentum anzutreffen, aber dies ist jetzt ein böses Pauschalurteil, welches ich auch sogleich wieder zurücknehme, damit mir hier niemand einen Strick dreht, he, he,"
es ist noicht nur ein Pauschalurteil somndern ein pauschalurteil ohne halt. kennst du studien von fahrverhalten in bezug auf die religion? ne?? also pssst!
Lukas Rubin 7. November 2009 Verstoss melden
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http://www.admin.ch/ch/d/sr/101/a15.html
2 Kommentare
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Was heisst das denn nun für dich? Sollten wir Minarette verbieten? Wenn wir die Glaubensfreiheit in der Bundesverfassung als höher betrachten, als Bauverordnungen, dann spricht nichts gegen den Bau eines solchen Turmes.
Julian Meier 23. Oktober 2009 Verstoss melden
Es ging damals vor allem um Juden!!
So gegen Judenprogrome... (obwohl 1848 keine Niederlassungsfreheit für juden gweährleistet wurde)...
@thomi gib nicht den gläubigen muslimen die schuld dass wir schweizer nicht mer gläubig sind. aber wenn du geuld hast wirst du merken, dass es bald nicht mehr so "schlimm" ist mit den muslimen, denn die werden auch ungläubiger und am ende werden nur noch wenige von deiner "sorde" da sein, auch bei den muslimen... ->Sie auch "Die grosse Ent-Islamisierung"
Lukas Rubin 6. November 2009 Verstoss melden
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Wir haben ein Bau- und Raumplanungsrecht, diesem unterstehen Minarette genauso wie andere Bauten. Es braucht daher kein unnötiges Verbot, sondern es müssen die bestehenden Rechte eingefordert werden.

Ausserdem wird das Ziel der Initianten – die Schweiz vor islamischen Fundamentalisten zu schützen – nicht erreicht. Im Gegenteil, Ausgrenzung und Isolation führen zu gegenseitigem Misstrauen.

Wer Sicherheit will, muss nach dem Motto „fordern und fördern“ integrieren. Unsere auf abendländisch-christlichen Werten basierenden Gesetze und Regeln sind auch von ausländischen Mitbewohnern einzuhalten. Klare Regeln haben bereits früher fremde Kulturen erfolgreich integriert. Sicherheit entsteht durch Integration und nicht mittels einer untauglichen Initiative.

Im Weiteren exponiert diese Initiative unsere Schweiz unnötigerweise als islamfeindliches Land, dies ist gefährlich, der Export sowie der Tourismus würden negativ betroffen.

Über Jahrhunderte zerfleischte sich Europa bei Religionskriegen während die Schweiz vom Religionsfrieden profitierte. Weshalb sollte man dies nun aufgeben?
10 Kommentare
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Endlich ein sachliches Argument neben all der Polemik!
Claudia Michel 14. Oktober 2009 Verstoss melden
Wir respektieren die Religionsfreiheit und tolerieren Moscheen.
Warum sollten wir aber Minaretten tolerieren, die in erster Linie als Sieges- und Machtsymbol gelten?
Mit dieser Differenzierung zeigen wir uns überhaupt nicht islamfeindlich, bekennen uns aber konsequent zu unserem kulturellen Hintergrund.
Esther Berner-Berner 18. Oktober 2009 Verstoss melden
@ Frau Berner-Berner:
Ich kann ihrem Argument nicht ganz folgen, denn:
1. Wer ist mit "Wir" gemeint.
2. Was differenzieren sie hier genau. Wo liegt denn für sie die Grenze des Tolerierbaren und weshalb?
3. Auf welchen kulturellen Hintergrund beziehen sie sich? Respektive: Welche kulturellen Werte lassen sie zwar Moscheen befürworten, aber Minarette ablehnen?
Julian Meier 23. Oktober 2009 Verstoss melden
1. Wir Schweizer garantieren via Bundesverfassung die Religionsfreiheit. Folgerichtig sind Gebäude, die der Ausübung des Glaubens dienen, ebenfalls erlaubt.
2. Ein Minarett ist für die Ausübung des Glaubens nicht zwingend nötig, so wie die Kirchtürme der christlichen Kirchen auch nicht zwingend nötig wären, jedoch im christlich-westlichen damit auch im Schweizerischen Kulturgut Tradition haben (Bau der ersten Kirche mit Kirchturm in der Schweiz um 800 n.C).
3. Wenn wir unsere westeuropäischen Wurzeln nicht verleugnen und dazu stehen, dass wir in einem nach wie vor mehrheitlich vom Christentum geprägten Land leben (Ethik, Brauchtum), dann ist der kulturelle Hintergrund der Schweiz doch nach wei vor gegeben, auch wenn Veränderungen im Gang sind. Gegenüber Veränderungen müssen wir selbstverständlich offen und tolerant bleiben.
Esther Berner-Berner 23. Oktober 2009 Verstoss melden
Liebe Frau Berner
Sie widersprechen sich wunderbar selber:
- Gebäude zur Ausübung des Glaubens sollen erlaubt sein - zu einer Moschee gehört nach Lesart der gläubigen Muslime eben ein Minarett
- Kirchtürme gehören zum schweizerischen Kulurgut - Minarette zum islamischen. Also: Warum einen Kulturkampf vom Zaun reissen?
- Der kulturelle Hintergrund einer Schweiz ist auch mit Moscheen und Minaretten gegeben - die Geschichte lässt sich bekanntlich nicht zurück drehen. Wozu also die Aufregung und eine Verbotspolitik?
Das Minarett-Verbot ist und bleibt nichts anderes als eine Diskriminierung von Andersgläubigen. Und das darf in einem der Freiheit und der Neutralität verpflicheten Land nicht sein.
Urs Zurlinden
Urs Zurlinden - kandidiert für Grossrat Bern, FDP. Die Liberalen 3. November 2009 Verstoss melden
@ Horath
So viel weiss ich auch als Laie: Es gibt nicht "den" Islam, genausowenig wie es "das" Christentum gibt. Einige gerade auch in der Schweiz aktiven evangelikalen Gruppen von Christen fallen immer wieder durch ihre ausserordentliche Intoleranz auf; ich sage nur Schwulenhass. Die woilten in Zürich etwa die Eurogames verbieten lassen, gehts noch?
Oliver Peter 3. November 2009 Verstoss melden
Zu Thomi Horath
So beissen sich die Argumente der Minarett-Gegner gleich selber in die Logik: Was ist intoleranter als ein Verbot????
Urs Zurlinden
Urs Zurlinden - kandidiert für Grossrat Bern, FDP. Die Liberalen 3. November 2009 Verstoss melden
Hoppla, da sind wir ja an einen religiösen Fundamentalisten gelangt, der allein dem Christentum inklusive der bestätigten Glaubenskriege (u.a. gegen Muslime) die Fähigkeit zur Toleranz zubilligt...
Mir bleibt der Glaube, dass auch Gläubige die innere Gelassenheit und das Selbstvertrauen aufbringen, die Angstmacherei vor einer Weltverschwörung des Islam zu erkennen und die Verbots-Initiative deutlich dorthin schicken, wo Intoleranz zum Nährboden von Fremdenhass und Selbstbetrug geworden ist: Ins Pfefferland!
Urs Zurlinden - kandidiert für Grossrat Bern, FDP. Die Liberalen 3. November 2009 Verstoss melden
Nicht gott wird uns töten, dafür wird der mensch schlussendlich schon selber sorgen.....
Rüstungsindustrie lässt grüssen.

Die Grundsätze des islams beruhen jedoch leider genau darauf, den "Rest" (also die ungläubigen oder andersgläubigen) zu bekehren oder gar zu töten.
Da sehe ich nicht Angsmacherei, sondern blinde "abmilderung" seitens Menschen wie Ihnen herr Zurlinden.

Was für Frieden und Einigkeit steht ist gut. Der Islamistische Glaube steht hier jedoch absolut dagegen. töte die andern rotte ungläubige aus, es kann nur einen geben, intolleranz, Frauen sind des Mannes untertan....
ich gewinne dieser Religion einfach keine Vertretbaren Ansichten ab. Sorry that's fact.
Stebler Thomas 5. November 2009 Verstoss melden
Die Neutralität haben wir spätestens im 2. WK verloren....


PS: ist auch gut so...
Lukas Rubin 6. November 2009 Verstoss melden
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(Quelle: Dr. Regula Stämpfli, http://www.migration-news.ch/?p=278)

"Welche Demokratie ist eigentlich in der Schweiz gemeint? Ist es die, deren Rechtsstaat vom Bundespräsidenten in einer Hauruck-Aktion am 18. Februar 2009 zugunsten einer Grossbank an die USA verraten wurde? Ist es die, welche – wiederum vom Bundespräsidenten – gegenüber Libyen mit einem Knebelvertrag eingeschränkt wurde? Ist es die, welche – diesmal von der Justizministerin – den international gesuchten Verbrecher und Künstler Roman Polanski vier Jahre gemütlich in der Schweiz Ferien machen lässt, um ihn dann, per Zufall und geschicktem Timing, nach einem UBS-Deal zwischen der Schweiz und den USA vor laufenden Kameras zu verhaften? Ist es die Demokratie, die bezüglich Religionsfrieden Verfassungsrecht verletzt, um zugunsten eines Religionskampfes Verfassungsrecht zu garantieren?

Die Schweizer Demokratie und ihr Verfassungsrecht sind offenbar alles andere als präzis. Je nachdem entscheiden Recht oder Macht. Und immer wird formell juristisch argumentiert, selbst wenn ganz offensichtlich politisch gehandelt wird. Da wird das sog. „Volk“ sakrosankt vor jedes internationale und nationale Recht gestellt. Solche politische Unkultur sagt viel aus nicht nur über die herrschenden politischen und medialen Machtverhältnisse, sondern auch über die seltsamen Demokratietheorien an Schweizer Universitäten.

Nochmals die Fakten: Die Initiative gegen den Bau von Minaretten verstösst klar gegen Art. 72 der schweizerischen Bundesverfassung. In diesem gibt es den Auftrag an Bund und Kantone, alles dafür zu tun, die Wahrung des öffentlichen Friedens zwischen den verschiedenen Religionsgemeinschaften aufrechtzuerhalten. Zudem sind religiöse Bauten immer noch Angelegenheit der Kantone – also eine weitere Verletzung des Bundesverfassungsrechts.

Es ist schleierhaft, weshalb die Bundeskanzlei einen derartigen Initiativtext zugelassen hat. Viel Schlamassel, viel Aufregung, viele Probleme, viele Verletzungen auf allen Seiten hätten dadurch vermieden werden können.

Der verfassungsrechtliche Schlamassel ist nun aber angerichtet und zeigt grosse politische Folgen. Die Initianten der Minarett-Initiative setzen alles daran, den öffentlichen Frieden zwischen den Religionsgemeinschaften zu gefährden. Präsentiert werden Plakate, deren Bildbotschaft klar ist: Minarett gleich Terrorismus gleich Frauen mit Schleiern. Die Initianten wissen dabei das Verfassungsrecht auf ihrer Seite und pochen auf Meinungsäusserungsfreiheit. Die Kommission gegen Rassismus entscheidet klug und sieht von einem Verbot der Plakate ab, weil dies den Initianten einen Opferstatus verleihen würde, der ihnen in dieser Angelegenheit nicht zusteht. Es obliegt nun den Städten zu entscheiden, wie flächendeckend die Plakate aufgehängt werden sollen. Doch eines ist klar: Die Initianten haben mit ihren Provokationen das höchste Gut in den herrschenden Mediendemokratien erreicht: nationale Aufmerksamkeit. Hoffen wir nur, dass diese nicht auch noch international wird…

Hätte die schweizerische Elite in den Universitäten, in den Regierungsämtern sowie in den Parlamenten etwas mehr Unrechts- und Rechtsbewusstsein und ein Sensorium dafür, dass eine Demokratie nicht nur auf einer Mehrheit, sondern auch auf dem Rechtsstaat und dem Föderalismus gründet, wären schwarze Schafe, braune Hände auf Schweizerpässen und nun auch Minarett-Raketen undenkbar, mehrheitlich inakzeptabel und schliesslich lächerlich.

Doch solange sogar auf universitärer Ebene nicht über das Verhältnis von Demokratie, Meinungsäusserungsfreiheit sowie verfassungsrechtlichen und internationalen Verpflichtungen nachgedacht wird, werden solche Initiativen nicht nur zugelassen, sondern mit einigen Chancen eventuell sogar angenommen.

Das Skandalon in dieser Geschichte sind eben nicht die anstössigen Plakate, sondern die breite mediale Akzeptanz einer derartigen Initiative, derartiger Bilder sowie einer äusserst einfältigen Diskussion über Presse- und Meinungsfreiheit. Zudem fällt auf, dass eine starke, intellektuelle und verfassungsrechtliche Minderheit kaum das Wort ergreift und in den Medien eh nicht präsent ist.

Religion sowie die Volkstribunen sind so eigentliche Staatsträger geworden. Kein gutes Zeichen für die Demokratie. Doch ein Lichtblick in dieser dunklen Geschichte bleibt: Frank Bodin. Wenn schon die Behörden den Unterschied zwischen Toleranz, Demokratie und Offenheit gegenüber Intoleranz, Tyrannei der Mehrheit und Isolation nicht mehr kennen, ist auf die Werber Verlass. Der Himmel über der Schweiz ist wirklich gross genug."
4 Kommentare
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Die Parlamentsdebatte zur Initiative ist auch noch aufschlussreich und beinahe so plakativ wie die Plakate:
Tobi Heusser 13. Oktober 2009 Verstoss melden
Ist denn ein Minarett tatsächlich und ein-eindeutig eine religiöse Baute?
Nein, denn die Moschee ist die religiöse Baute. Ein Minarett gehört nicht zwingend dazu!
Esther Berner-Berner 18. Oktober 2009 Verstoss melden
Sorry, aber der Werber F. Bodin kommt mir aber TOTAL schräg rein!! Er hat in dieser Debatte überhaupt nichts verloren - denn seine auswendiggelernten Sätze können gar niemanden überzeugen. Ja, der Himmel über der Schweiz ist gross genug - aber der Platz wird immer knapper.
Robert Bartuma 29. Oktober 2009 Verstoss melden
@Regula Stämpfli
Um die "Wahrung des öffentlichen Friedens zwischen den verschiedenen Religionsgemeinschaften aufrechtzuerhalten" braucht es ein Miteinander, der Verfassungsartikel sollte ja für alle gelten!
Betrachtet man also ein Baugesuch für ein Minarett als unnötige Provokation von muslimischer Seite, dann gilt dieser Artikel ebenso für Schweizerinnen und Schweizer mit traditionell eher christlichem Hintergrund.
Esther Berner-Berner 3. November 2009 Verstoss melden
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Es liegt auf der Hand: Schon seit Jahren fährt die SVP die gleiche Strategie. Sie provoziert mit einfachen Lösungen für komplexe Probleme und erarbeitet sich dadurch einen Wählerstamm, der sich leider durch diese triviale Polemik überzeugen lässt. Schon nur diese Tatsache ist aus demokratischer Perspektive höchst bedenklich. Die momentane Hetzjagd gegen den Islam ist nur Mittel zum Zweck.

Längerfristig ist diese Vorgehensweise enorm schädlich. Das Sähen von Zwietracht als perfide Investition in die politische Zukunft der Partei möchte ich der SVP nicht unterstellen – und wenn es so wäre: Es würde nichts am Risiko ändern.

Die Schweiz muss sich in den kommenden Jahren einer grossen Herausforderung stellen: Der Gemeinschaftsbildung durch Integration. Wenn das Thema Migration jetzt blind zum Stimmenfang missbraucht wird, entsteht unwahrscheinlich viel Schaden, den wir nur mit grosser Anstrengung wieder beheben können.

Ich bin für einen offenen Diskurs über alles – aber bitte nicht auf Kosten des Zusammenlebens. Wir haben viel Besseres zu tun, als einander anzufeinden!
4 Kommentare
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Ich glaube auch an die Schädlichkeit "unter dem Strich", aber will in dem Punkt widersprechen, dass diese Initiative alleine zum Zweck des Stimmenfangs gestartet wurde.
Die Initianten wirken auf mich im Gegenteil sehr überzeugt von ihrer Sache. Diese Überzeugung gründet in echten Ängsten, die sie und ein Teil unserer Bevölkerung wirklich haben.
Die Ängste lassen sich aber mit dieser Initiative nicht abbauen, sondern im Gegenteil – sie verstärken sich noch mehr. Und darum stimme ich Nein.
Claudia Michel 14. Oktober 2009 Verstoss melden
Ich stimme Claudia Michel grundsätzlich zu – ausser in der Annahme, dass sie Initianten wirklich "Angst" vor einem Minarett haben. Das diese die Angst der Bürger instrumentalisieren stimmt, aber ich denke eben, dass sie dies aus taktischer Überlegung tun. Ganz nach dem Motto: "Machterhalt – wo setzen wir an?"
Julian Meier 23. Oktober 2009 Verstoss melden
Stimmt NEIN - und endet so wie die Christen aus dem Nahen Osten.
Robert Bartuma 29. Oktober 2009 Verstoss melden
Ich finde, dass das endlich zum Thema Islam diskutiert wird. Die Politlandschaft hatte es bisher dieses Thema tabuisiert und vernachlässigt.
Nun ist der Weg frei, um Lösungen und Ideen in die Diskussion einzubringen.

Es ist eine Schande, dass nun der Bundesrat die Volksmeinung und die Demokratie nicht respektiert. Die Demokratie ist kein Selbsbedienungsladen, bei dem man nur das annehmen kann, was einen gerade so passt.

Marcel Gygax, Junge CVP Stadt Bern
(Kandidat Grossratswahlen Kanton Bern)

Marcel Gygax - Kandidiert für den Grossrat Bern, JCVP 3. Dezember 2009 Verstoss melden
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Woran ich mich in hohem Masse störe ist die Art und Weise der Integration von Religion in die Politik und die allgemeine Art zu politisieren. Es wird lediglich Angst und Hass geschürt - man verunsichert die Leute mit wirren Phantasien, welche diskriminierend und aus der Luft gegriffen sind.

Haben wir nicht das Recht frei zu sein und ohne Angst zu leben? Müssen wir uns von einer Gruppe einschüchtern lassen und uns zu unüberlegten Aussagen hinreissen lassen? Das Ganze erinnert enorm stark an eine sehr dunkle Zeit in Mitteleuropa, eine Zeit die wir gerne ungeschehen machen würden. Es ist wohl nicht nötig weiter auf dieses Kapitel einzugehen, jeder weiss worum es geht.

Die Glorifizierung der christlichen Kirche in dieser ganzen Debatte ist ebenfalls ein störender Faktor. Das Argument, dass Minarette Machtsymbole seien wird vermehrt vorgebracht - Sind denn Kirchen etwas anderes? Sind die Kreuze an jedem Hügelkamm etwas anderes? Der eisige Wind der Heuchelei zieht über unser Land dessen Boden getränkt ist vom Blut helvetischer Druiden. Diese Einleitung soll lediglich dazu dienen unsere Wurzeln ins Gedächtnis zu rufen.

Um auf die aktuelle Debatte Einfluss zu nehmen möchte ich folgendes sagen - Das Plakat ist für mich Provokation pur, dies mag ein legitimes Mittel sein, Diskriminierung und Rassismus hingegen nicht. Wir sind ein fortschrittliches Land, wir brauchen keine "aber die machen das auch so"-Vergleiche, weil wir besser sein wollen - weil wir zeigen wollen wie man erfolgreich miteinander leben kann, ganz egal welches Glaubensbekenntnis man abgelegt hat. Die Verunglimpfung der Schweizer Flagge in besagtem Initianden Plakat fasse ich als Affront gegen mich selbst auf. Ich will stolz sein auf meine Heimat, eine Heimat welche eine nie da gewesene Vielfalt und Offenherzigkeit an den Tag legt. Allerdings kann ich mich beim Anblick dieser Polemik nur schämen.

Um das ganze auf juristischer Seite zu betrachten ist ein Verbot zwecklos, denn dieses könnte in weiterer Instanz am Internationalen Gerichtshof umgestossen werden. Somit haben wir absolut Garnichts gewonnen, lediglich unsere Glaubwürdigkeit, der demokratische Gedanke und Religionsfreiheit wären dahin. Der erlittene Schaden würde Wogen aufwerfen welche nicht in einem Jahr geglättet wären - sollen wir diesen Preis zahlen nur weil uns ein Bild der Angst vorgehalten wird, aus Unzufriedenheit?

Man möge sich gut überlegen welche Implikationen eine Annahme hätte, wie wir dies ernsthaft gutheissen und vertreten können. Sollte dies wahrlich der Weg sein, so wäre es nur konsequent im gleichen Zug sämtliche Gotteshäuser zu verbieten.
9 Kommentare
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Ein Minarett ist kein Gotteshaus, wir dürfen keinesfalls Äpfel mit Birnen vergleichen!
Esther Berner-Berner 18. Oktober 2009 Verstoss melden
Es war nicht meine Absicht den Eindruck zu erwecken ein Minarett wäre ein Gotteshaus. Mit meiner Aussage wollte ich das Erstreben von religiöser Neutralität ausdrücken. Ein Kreuz ist ebenfalls kein Gotteshaus aber ein religiöses Symbol.
Dino E 23. Oktober 2009 Verstoss melden
Mit Äpfeln und Birnen meine ich eher den Vergleich zwischen unseren Kirchen und den Moscheen, resp. zwischen Minarett und Kirchturm. Das Kreuz würden wir dann besser Vergleichen mit dem Halbmond.
Vergessen wir aber bitte nicht, in welchem Kulturkreis wir uns bewegen und welche Tradition dahinter stehen, welche Werte uns mit der Erziehung mitgegeben wurden.
Selbstverständlich ist unsere Gesellschaft konstant im Wandel begriffen. Neutral können wir uns bei diesem Hintergrund aber gar nicht verhalten, ohne den kulturellen Hintergrund der Schweiz nicht zu verleugnen. Man braucht auch nicht praktizierender Christ zu sein, um dies nachzuvollziehen. Mit der nach wie vor gültigen Bundesverfassung bekennen wir uns zu Werten, die klar durch das Christentum geprägt sind. Die Präambel in unserer Verfassung ist ein klares Indiz dafür.
Diese Haltung können wir somit nicht einfach täglich wechseln wie unser Hemd.
Esther Berner-Berner 23. Oktober 2009 Verstoss melden
Mit Äpfeln und Birnen meine ich eher den Vergleich zwischen unseren Kirchen und den Moscheen, resp. zwischen Minarett und Kirchturm. Das Kreuz würden wir dann besser vergleichen mit dem Halbmond.
Vergessen wir aber bitte nicht, in welchem Kulturkreis wir uns bewegen und welche Traditionen dahinter stehen, welche Werte uns mit der Erziehung mitgegeben wurden.
Selbstverständlich ist unsere Gesellschaft konstant im Wandel begriffen. Neutral können wir uns bei diesem Hintergrund aber gar nicht verhalten, ohne den kulturellen Hintergrund der Schweiz nicht zu verleugnen. Man braucht auch nicht praktizierender Christ zu sein, um dies nachzuvollziehen. Mit der nach wie vor gültigen Bundesverfassung bekennen wir uns zu Werten, die durch das Christentum geprägt sind. Die Präambel in unserer Verfassung ist ein klares Indiz dafür.
Diese Haltung können wir somit nicht einfach täglich wechseln wie unser Hemd.
Esther Berner-Berner 23. Oktober 2009 Verstoss melden
Aber wer ist "uns"? Man kann sicherlich nicht annehmen, dass jeder Schweizer und jede Schweizerin nach einer einzelnen bestimmten Glaubensrichtung aufgezogen wurde. Die Traditionen und Bräuche in unserem Land sind so vielfältig und gehen über das Christentum hinaus zurück. Gewisse Werte und Verhaltensmuster liegen in der Natur des Menschen, dafür braucht es das Christentum nicht.
Dino E 29. Oktober 2009 Verstoss melden
Ich kann da nur aus meiner Erfahrung sprechen und meine Wahrnehmung äussern, ich bin inzwischen 50:
Praktisch ohne Ausnahme habe ich und meine früheren Mitschülerinnen Mitschüler seit der Kindergartenzeit den Religionsunterricht (Schule UND Kirche) besucht und sind gefirmt oder konfirmiert worden. Da kann doch niemand - zumindest aus meiner geburtenstarken Generation ernsthaft behaupten, wir seien nicht vom christlichen Gedankengut geprägt worden, auch wenn wir heute längst keine Kirchgänger mehr sind!
Esther Berner-Berner 29. Oktober 2009 Verstoss melden
Thomi, danke für den Tip ich hab das Buch gelesen und mir wird nicht mulmiger als wenn ich mich der Bibel widme.

Ihr müsst euch schon mit der momentanen Situation befassen. Bis jetzt hat mich noch keiner meiner muslimischen mitmenschen niederstechen wollen nur weil ich nicht gläubig bin.
Dino E 13. November 2009 Verstoss melden
Ja Impfzwang wäre eine Bevormundung, genaugleich wie ein Minarett-Verbot. Ich bin kein Fan von Bevormundung durch die Behörden und Ämter.

Na, Hassprediger ist ein starkes Wort, man könnte unsere Priester auch als solche ansehen - das will ja keiner. Es wurde ja schon gesagt, dass keine Beschallungsgegenstände angebracht werden.

Ich habe keine Angst, das es zur Annahme kommt, aber ich habe Angst, dass sich Fronten verhärten und der Dialog unmöglich wird. Das sollten wir uns nicht leisten - wir wollen ja zusammen in Frieden leben und aufzeigen wies geht. Vorbildfunktion und so ;)
Dino E 13. November 2009 Verstoss melden
Ich glaube da kommen sie nicht durch, sonst fängt plötzlich jeder an die Öffentlichkeit zu beschallen. Ganzjahres Streetparade O.o
Dino E 13. November 2009 Verstoss melden
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Ich verstehe das Problem, das die Initianten zu diesem Vorschlag veranlasst hat. Aber wir können unsere Probleme im Integrationsbereich in der Schweiz nicht dadurch lösen, dass wir aus dem Argument heraus, dass in der arabischen Welt keine Kirchtürme zu sehen sind, den Muslimen hier dasselbe verbieten wollen.
18 Kommentare
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Ich lebe in einem arabischen Land und bereise viele andere muslimische Laender. Hier sind sowohl Kirchtuerme zu sehen als auch Kirchenglocken zu hoeren.
Deborah Schibler 7. Oktober 2009 Verstoss melden
@deborah Schibler
Noch besser! Dann hat dieses Argument der Befürworter der Initiative also gar keinen Boden unter den Füssen?!
André Müller 7. Oktober 2009 Verstoss melden
Genau, diese Initiative löst die Probleme nicht. Was jetzt wieder geschieht mit dieser Polemik SVP vs. Kommission für Rassismusfragen das trägt auch nicht zur Lösung bei – nein, sogar im Gegenteil. Das Klima wird vergiftet, und zwar nicht nur zwischen den Muslimen und den Christen in der Schweiz, sondern auch zwischen den Menschen hier, die Angst vor dem Islam haben, und jenen die diese Angst nicht ernst nehmen wollen – und da muss ich schon sagen, dass die Eidg. Kommission für Rassismusfragen auch immer wieder sehr ungeschickt agiert. Oder Herr Kreis lässt sich in Medieninterviews immer ganz leichtfertig zu solchen Aussagen wie hier http://www.20min.ch/news/schweiz/story/-Nicht-der-Islam--sondern-die-SVP-ist-eine-Gefahr-fuer-die-Schweiz--12091488 verleiten . Allerdings glaube ich, dass er solches durchaus absichtlich sagt – und das nützt der Sache keineswegs.
Oliver Peter 7. Oktober 2009 Verstoss melden
Es ist doch ein Vollwitz diese Initiative. Aber das so heftig debattiert wird zeigt wie ahnungslos das Volk ist.
Santiago Daniel 16. Oktober 2009 Verstoss melden
Völlig einverstanden, aber das ist wohl kaum das Ziel der Initiative.
Esther Berner-Berner 23. Oktober 2009 Verstoss melden
Hat die Initiative denn einen anderen Sinn als uns in der Welt als: Intolerant, lächerlich, arrogant, hasserfüllt und ängstlich hinzustellen? Die SVP fährt seit langem auf dieser Angstmacher-Schiene. Alles Neue ist schlecht und kommt, gegeben man Glaubt an solchen, vom Teufel. Diese Initiative selbst ist schon sehr schädlich für die Schweiz (sei es wirtschaftlich oder rein von der Glaubwürdigkeit), deren Annahme wäre dann als würde man sich in das ausgehobene Grab legen.
Dino E 29. Oktober 2009 Verstoss melden
@Dino Ebener,

ja die Initiative hat einen anderen Sinn:
Niemand kann leugnen, dass Europa und auch die Schweiz schleichend islamisiert werden. Mit diese Initiative hat das Schweizer Volk die Möglichkeit, diesem Trend "die gelbe Karte" zu zeigen.
Angstmacherschiene? Wieso holen denn die Gegner der Initiative immer wieder den Al-Jaazira Korrespondenten, der dem Schweizer Volk immer wieder droht? Nun meine Frage: wer betreibt hier Angstmacherei?
Nur jemand, der den Islam nicht kennt, kann dieses Beispiel mit dem Grab bringen...!
Robert Bartuma 29. Oktober 2009 Verstoss melden
@Thomi Horath: Ich finde es sehr entlarvend, wenn ein lautstarker Verfechter der Initiative – wie Sie es offensichtlich zu sein scheinen – klipp und klar erklärt: "… die Initiative löst das Problem nicht."
Ja, was soll denn diese Initiative dann. Initiativen sind dazu da, um Probleme zu lösen, Missstände zu beheben. Die Initianten – so wie sie auch im SF Club argumentiert haben – haben mit dieser Initiative einzig und allein im Sinn, die Muslime auszugrenzen bzw. wie Christian Waber von der EDU im Club zigmal gesagt hat: "Wir wollen die Muslime anbinden – an unseren Rechtsstaat".
In der Schweiz müssen keine Muslime "angebunden" werden, die überwiegende Mehrheit ist längst bei uns angekommen, integriert und Teil und Stütze unserer Gesellschaft. Und abgesehen davon, würde dieses "Anbinden" nicht über ein Bauverbot von Minaretten funktionieren.
Fazit: Diese Initiative ist untauglich, unnütz und wird vom Schweizer Stimmvolk verworfen werden, da bin ich mir ganz sicher – denn wir sind kein Volk von Extremisten (genausowenig wie die Muslime, die in der Schweiz leben).
Roman Mettler 3. November 2009 Verstoss melden
@ Thomi Horath: Genau!

Die Initiative soll uns zum Nachdenken bewegen. Wollen wir wirklich nur zusehen wie unsere Kultur verloren geht? Oder wollen wir etwas dagegen tun und für unsere Kultur, für unser Land eintreten? Sind wir wirklich schon so weit, dass wir andere Kulturen mehr respektieren, als unsere eigene?

Mit dieser Initiative können wir die Islamisierung stoppen!
Sandra Schneider - Regionalpräsidentin JSVP Biel, JSVP 4. November 2009 Verstoss melden
@sandara
“Die Initiative soll uns zum Nachdenken bewegen" sie überschätzen die svp. dort will man niemanden zum nachdenken bringen, nur zum nachreden! und das ist ein gross angelegtes programm, mit gezielten initiativen, provokativen und unmenschlichen plakataktionen wird die schweiz nun seit einem jahrzehnt von einer extremistischen svp terrorisiert. mit dem ziel: anders denkende und glaubende kategorisch auszugrenzen und auf eine schweizer urbevölerkung (die es gar nicht gibt) die brav "ja" sagt an die macht zu bringen, die dann die wirtschaftlichen intressen der einzelnen svp komponenten tolerieren. Nein Danke! Stopp! SVP!
Lukas Rubin 6. November 2009 Verstoss melden
dein komentar zeigt nur, dass du mit deinen argumenten am ende bist und nicht mehr auf argumentativer ebene diskutieren kannst sondern nur noch sinnlose pseudowitze (sorry) hinpostest!
Lukas Rubin 6. November 2009 Verstoss melden
Lukas, ich denke ich bin alt genug um mir selber ein Bild schaffen zu können.

Nur, wenn wir uns die Sache doch mal genauer anschauen möchten? Sind es denn nicht die Medien, welche übrigens mehrheitlich links eingstellt sind, die den Menschen schleichend eine Meinung einfliessen wollen? Sie müssen natürlich berücksichtigen, dass mit provokativen Texten, Plakaten etc. das Volk aufgerüttelt wird und dazu aufgefordert ist, über diese wichtigen Themen zu diskutieren. Würde die SVP oder auch andere Parteien dies nicht tun, würden alle brav den Medien gehorchen. Wobei wir wieder bei Ihrer Anschuldigung sind. Im Grunde sind also die Linken keinen Dolcht besser. Von dem her, ist Ihr Argument total daneben.

Und, wenn Sie Texte mit so vielen Rechtschreibefehlern publizieren, müssen Sie sich nicht wundern, weshalb solche Kommentare wie von Thomi Horath kommen...
Sandra Schneider - Regionalpräsidentin JSVP Biel, JSVP 6. November 2009 Verstoss melden
"denn nicht die Medien, welche übrigens mehrheitlich links eingstellt sind" die lächerlichste äusserung die es gibt. aussert der "woz" und "vorwärts" gibt es keine linken medien! die svp domniert die allermeisten medien und verlage in der ch! den das kapital herrscht. und das meiste kapital ist in "rechten" händen... und das kann man sogar empirisch beweisen. :) geh mal in ne medien und kommunikationsvorlesung... dort wirt du ausserdem auch herausfinden, dass die allermeisten dozenten sehr rechts oder zumindest auf fdp linie dozieren...
ausserdem: mir ist rechtschreibung egal(schiller und gothe haben auf darauf gesch...) .
Lukas Rubin 6. November 2009 Verstoss melden
@ Sandra Schneider, Thomi Horath, Lukas Rubin
Wir befinden uns auf einer CH-Diskussionsplattform und ich bin schon etwas überrascht über die undifferenzierte und unsachliche Diskussion, die sich in den letzten Tagen und Wochen hier entwickelt. Genauso läuft es auf den entsprechenden Facebook-Seiten - schade!
Zur Differenzierung: von welchen Medien ist hier die Rede, von Printmedien oder digitalen Medien? Aus meiner persönlichen Wahrnehmung sind unsere Printmedien schweizweit alles andere als linksorientiert, das ist ein längst überholtes, pauschales Vorurteil.
Zur Sachlichkeit: Müssen wir uns tatsächlich gegenseitig auf der persönlichen Ebene angreifen?
Sachliche Argumente sind gefragt und das Verständnis dafür, dass jedermann/jedefrau seine/ihre eigene Wahrnehmung hat, oder nicht? Wenn über Gott (welchen Gott denn?) und die Schwulen diskutiert werden soll, dann bitte ein neues Diskussionsthema beginnen.
Esther Berner-Berner 7. November 2009 Verstoss melden
Na ja Esther Berner-Berner du hast eingesehen, dass unsere Mediaen ales andere als linksorientiert sind! ("Zur Differenzierung: von welchen Medien ist hier die Rede, von Printmedien oder digitalen Medien? Aus meiner persönlichen Wahrnehmung sind unsere Printmedien schweizweit alles andere als linksorientiert, das ist ein längst überholtes, pauschales Vorurteil. ") Ich danke dir zu deiner differenzierten einsicht. doch kann man sagen, wenn man mal das internet aussschliesst, da darüber zu wenige Studien veröffentlicht wurden, alle Medien eine Tendenz zur wirtschaftlich-rechten Seite zeigen!
Lukas Rubin 7. November 2009 Verstoss melden
@†homi: du hast leider keine argumente, glauben ist kein argument. wer glaubt der soll dies tun, dagegen spricht nichts, doch glauben ist kein argument!
Lukas Rubin 7. November 2009 Verstoss melden
@ Robert,

Wieviele Muslimische Freunde hast Du denn? Den Koran gelesen? Die Bibel auch? Diese 'wir sind besser'-Einstellung ist so festgefahren, dass man nicht mal mehr merkt das man es tut. Wenn man euch darauf anspricht wird es verneint und abgeschoben. Die Religionen wandeln sich, das haben sie schon immer getan.

... und ja die SVP betreibt eine ewige Politk der Angstmacherei. Das ist offensichtlich und wer dies verneint ist irgendwie Delusional. Man schaue mal auf Dänemark und man kann sehen, dass respektloses Verhalten negativ gewertet wird.
Dino E 13. November 2009 Verstoss melden
@ Dino

Ich hab nicht nur muslimische Freunde und Bekannte - ich komme persönlich aus einem Muslimischen Land. Bibel hab ich etliche Male gelesen und Koran bin ich immernoch dran...

Und nun zu Dir - Den Koran und die Bibel gelesen? Würde mich echt interessieren, wie Du mir die Stellen erklären möchtest, die zu Gewalt aufrufen. Und damit mein ich nicht, eine abgefertigte Antwort, wie z.B.: "...ja in der Bibel steht doch dasselbe..."

Nein, was die Angstmacherei angeht liegst Du falsch. Die Bevölkerung hat Angst oder grossen Respekt vor dem Islam - und gewisse Kreise aus SVP und in diesem Fall noch die EDU haben sich dieser Ängste angenommen. Diese Ängste wurden nicht von der SVP geschürt. Aber genau in dieser Sitution kommen die Gegener der Initiative und drohen und machen den Leuten Angst. DAS ist auch offensichtlich.

Mir kommts fast so vor, als würdest Du die Tumulte gegen Dänemark noch verteidigen - oder mindestens verstehen. Dafür hab ich überhaupt kein Verständnis. Ich bin für Meinungsfreiheit und wenn diese Immerbeleidigten gleich ausrasten und wieder Flaggen verbrenne - na dann sollen sie.

Wünsche Dir ein schönes Wochenende und Gruss

Robert
Robert Bartuma 13. November 2009 Verstoss melden
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